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„Historischer Salzzug 2026“ von Immenstadt über Oberstaufen nach Simmerberg

Der Salzzug stellt die historische Etappe des „weißen Goldes“ zwischen den Salzfaktoreien in Immenstadt und Simmerberg mit 10 Fuhrwerken und etwa 25 Reitern nach.

Am Samstag, den 11. Juli ist es wieder soweit. Der „Historische Salzzug 2026“ startet in Immenstadt im Allgäu um seine „beschwerliche Fahrt“ über Thalkirchdorf, Oberstaufen und den „Hahnschenkel“ nach Simmerberg zur dortigen Salzfaktorei anzutreten.

Mit dabei sind 10 schwer beladene historische Fuhrwerke und Kutschen mit wertvoller Fracht, wie Salz-, Bier- und Weinfässer, Stoffballen sowie anderen wichtigen Handelsgütern der damaligen Zeit. Wie damals, wird der Zug durch eine Reitereskorte mit Königsegg‘schen Soldaten, adligen Mitreisenden und Marketendern begleitet – insgesamt etwa 25 Reiter.

Nach dem Start um auf dem Viehmarktplatz um 9.00 Uhr in Immenstadt im Allgäu geht es durch die Altstadt über den Marienplatz, wo der Salzzug im Zuge des 666-jährigen Jubiläums des Marktrechts bei einer Festlichkeit um 9.15 Uhr erwartet und anmoderiert wird. Die Fuhrwerke bleiben alle auch stehen und können aus der Nähe begutachtet werden. Entlang des Alpsees führt die Reise nach Thalkirchdorf. Hier wird der Historische Salzzug um etwa 12.15 Uhr feierlich mit Musik zu einem „Rödlerfest“ begrüßt. Nach rund 90minütigen Rast macht sich der Tross dann auf den weiteren Weg in Richtung Oberstaufen, wo er um ca. 15.00 Uhr durch die Hugo-von-Königsegg-Straße fährt und ebenfalls moderiert wird.

Im Anschluss geht es von Oberstaufen wieder weiter in Richtung Genhofen, hier wird der Salzzug um 15.45 Uhr erwartet und es folgt die traditionelle Segnung vor dem beschwerlichen Aufstieg auf den Hahnschenkel, welcher in historischen Zeiten eine gefährliche Herausforderung für Mensch, Tier und Material war.

Gegen 17.00 Uhr wird der Historische Salzzug in Simmerberg erwartet und stellt sich zum Einzug auf den Dorfplatz auf. Direkt im Anschluss, gegen etwa 17.40 Uhr, wird auf dem Dorfplatz in einem kurzen Schauspiel das in der kaiserlichen „Rodordnung“ festgelegte Ritual der Übergabe der wertvollen Salzfracht an den Salzfaktor nachgespielt. Der langen Tradition des Salzhandels und des Salztransports verdankte Simmerberg übrigens auch die Markterhebung im Jahre 1804 durch Kaiser Franz II.

Schon ab 16 Uhr werden die Gäste auf dem Simmerberger Salzfest erwartet. Die Musikkapelle Simmerberg bietet den anwesenden Gästen zu Beginn ein buntes musikalisches Unterhaltungsprogramm. Ab 20.30 Uhr spielen dann die „4 lustigen 5“, welche regelmäßig das Publikum in diversen Festzelten im Allgäu begeistern.

Zum Hintergrund:

Der Salzhandel von Hall/Tirol führt durch das Allgäu und über den Bodensee bis in die Schweiz. Salz, das „weiße Gold“, war neben der Konservierung von Fleisch vor allem auch für die Käseproduktion wichtig. Da die Salztransporte aufgrund der wertvollen Fracht immer von Soldaten begleitet waren, schlossen sich regelmäßig Händler und Reisende an, um den Schutz zu genießen. Dabei ging es auf festgelegten Tagesetappen von Salzfaktorei zu Salzfaktorei. In diesem Fall auf der historischen Etappe von Immenstadt nach Simmerberg. Durch den Salzhandel entstand Wohlstand entlang der Strecke. Es wurden Handwerksbetriebe, Gasthöfe und Brauereien gegründet, wie zum Beispiel die Aktienbrauerei Simmerberg im Jahr 1706.

Für weitere Auskünfte steht die Tourist-Information des Marktes Weiler-Simmerberg unter Tel.: 08387 / 391-50 sowie unter E-Mail: info@weiler-tourismus.de zur Verfügung.